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Gründungsidee


goldene-krone.jpg Anfang 2001 traf sich eine Gruppe von kulturinteressierten Bürgerinnen und Bürgern bereits regelmäßig im Hotel "Goldene Krone" weil sie besorgt darüber war, dass angesichts leerer Haushaltskassen das Weltkulturerbe, kulturelle Einrichtungen sowie das kulturelle Leben in der Stadt Schaden nehmen könnten. Man dachte dabei an die Altvorderen, denen es stets gelungen war, mit Goslar ein noch fast vollständig erhaltenes städtebauliches Beispiel mittelalterlichen Bürgertums für die Nachwelt zu erhalten, und das angesichts von wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die mit den heutigen überhaupt nicht vergleichbar sind. Es zeigte sich seinerzeit sehr schnell, dass dieser Gesprächskreis nicht tatsächlich von Rat und Verwaltung wahrgenommen wurde. Deshalb gründete man am 18. Oktober 2003 mit der Absicht zur Eintragung in das Vereinsregister einen Verein mit dem Namen "Kulturinitiative Goslar" als eigene Rechtspersönlichkeit, dem vom Finanzamt Goslar auch der Status der Gemeinnützigkeit zuerkannt wurde.

Unmittelbar nach der Gründung sah sich der junge Verein bereits vor einer ersten großen Herausforderung. Es galt mit dem seinerzeit geplanten Umbau der bisherigen "Kaiserpassage" zur "Kaisergalerie" ein überdimensionales Kaufhaus und den damit einhergehenden Abriss vieler denkmalgeschützter Häuser zu verhindern. Mit der seinerzeit von der Kulturinitiative ins Leben gerufenen Bürgerinitiative wollte man darüber hinaus gewachsene, alte Sichtachsen bewahren, die durch geplante Fußgängerbrücken in andere Kaufhäuser zerstört worden wären. Der Bürgerinitiative gelang es letztlich, unter dem Druck der Öffentlichkeit und des Welterbebüros in Paris, Investor und Stadt von ihrem Vorhaben abzubringen. Mit einem Umbau und der Neugestaltung der bereits vorhandenen Kaiserpassage hielt sich der Eingriff in die denkmalgeschützte Bausubstanz letztlich in Grenzen.

Im Jahr 2004 übernahm die Kulturinitiative, gemeinsam mit dem Verein "pro stadtarchiv e.V.", die Patenschaft für den Ulrichschen Garten im Stephaniviertel. Der inzwischen angebrachten Schieferplatte mit einem kurzen Hinweis auf die seinerzeitige Wohnbebauung soll eine völlige Neugestaltung des Gartens folgen, um ihn demnächst wieder zu dem zu machen, was er einmal war: Ein Veranstaltungsgarten als kultureller Treffpunkt.

Der inzwischen völlig in Vergessenheit geratenen "Kinderbrunnen" wurde im Jahr 2006 unter der Federführung der Kulturinitiative aufwändig restauriert. Der Brunnen befindet sich in unmittelbarer Nähe des Herzberger Teiches. Er war bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts ein beliebtes Auflugziel für viele Goslarer Familien. Wie uns die Sage berichtet, soll Gosa, die Gemahlin des Ritters Gundelkarl, hier einem Zwillingspärchen das Leben geschenkt haben und bei der Geburt der Säuglinge verstorben sein.

Aber auch um das versteckt liegende Gartenhaus des bekannten Goslarer Kräuterdoktors Lampe - der Goslar einmal zu einem königlichen Kurort machte - in der Bäringer Straße will man sich demnächst verstärkt kümmern. Ein Kostenvoranschlag wurde bereits erstellt und der Denkmalschutz eingeschaltet.

Wie man sieht, geht es der Kulturinitiative nicht nur darum, amtlich sanktionierte Bausünden zu verhindern, sondern man will auch durch Eigeninitiativen mithelfen, späteren Generationen ein möglichst gut erhaltenes Weltkulturerbe Altstadt Goslar und Rammelsberg zu hinterlassen.